Wo unser Wein wächst

Der Weinbau blickt an der Mosel auf eine über 2000-jährige Tradition zurück. Die Römer brachten nicht nur den Wein hierher, sie gaben der Ortschaft auch ihren Namen. Das Landschaftsbild ist geprägt von steilen, felsigen, spektakulär anzusehenden Hängen, auf denen sich ein Weinberg an den anderen reiht. Seine Einmaligkeit verdankt unser Wein den Schieferböden, die den Mosel-Riesling unverwechselbar machen.

Um besondere Weine zu machen, die Ihren Platz abseits vom Gewöhnlichen haben, müssen viele Voraussetzungen gegeben sein. Wie in einer Kette reihen sich im Ablauf eines Jahres die Dinge aneinander, die entscheidend sind für die Güte des Weines. Feste Größen wie gute Lagen und hochwertige Kellertechnik sind dabei ebenso qualitätsentscheidend wie das richtige Wetter. Neben all dem ist jedoch eines von außerordentlicher Bedeutung: Die menschliche Komponente. Durch die Arbeit und das Können der Winzerfamilie wird guter Wein zu dem, was er ist. Durch die individuellen Vorstellungen, die eigene Philosophie und dem, was man von sich selbst einbringt, wird unser Wein in ganz besonderer Weise geprägt.

Unsere Rebsorten:

Riesling

Der König. Unbestritten eine der wichtigsten und wertvollsten Rebsorten überhaupt. An der Mosel fühlt er sich sprichwörtlich wie zuhause und setzt weltweit geltende Maßstäbe, die in dem Begriff Mosel-Riesling ihren Ausdruck finden. Auch wenn der Riesling rund um den Globus geschätzt wird, nirgendwo sonst gedeihen solche fruchtigen, eleganten und mineralischen Weine wie hier.

Grauer Burgunder

Wie auch der Riesling ist der Graue Burgunder eine Rebsorte mit Weltgeltung: ein Kosmopolit, der in Frankreich auf den Namen Pinot Gris hört und in Italien Pinot Grigio genannt wird. In unserer Gegend sind wir einer der wenigen, die den Grauen Burgunder kultivieren, was ihn somit nicht nur zur Spezialität macht, sondern auch noch zu einer Rarität erhebt. Die Weine sind feurig, erdig und voluminös. Mit seiner vollen, breiten Art stellt er eine wertvolle Bereicherung unseres heimischen Rebenbestandes dar.

Rivaner

Eigentlich ist der Name Rivaner nur ein Synonym für die in Deutschland am meisten angebaute Rebsorte, den Müller-Thurgau. Ihren Namen verdankt sie dem Schweizer Professor Dr. Müller aus Thurgau. Da man lange Zeit die Rebsorten Riesling und Sylvaner für die Elternteile der durch Kreuzung entstandenen Rebsorte hielt, entwickelte sich der Name Rivaner. Der unkomplizierte Wein gefällt durch sein duftiges Bukett und einen dezenten Muskatton.

Kerner

Die nach dem Dichter Justinus Kerner benannte Rebsorte produziert frische, fruchtige, Weine mit einem feinen Bukett, die dem Riesling ähnlich sind. Entstanden ist er aus der Kreuzung von Trollinger und Riesling. Nach seiner starken Ausbreitung seit den 60er Jahren verliert er heute an Boden, da er zu den arbeitsintensiveren Sorten im Weinberg gehört.

Regent

Ein ganz besonderer Rotwein. Wir haben ihn als einer der Ersten in unserer Region angebaut. Da er in seinem Stammbaum neben europäischem auch amerikanisches Rebgut trägt, war er lange Zeit nicht klassifiziert und durfte nur mit Versuchsgenehmigung angepflanzt werden. Der große Vorteil seiner Abstammung ist die weitgehende Resistenz gegenüber den weinbaulichen Pilzkrankheiten. Pflanzenschutzmaßnahmen lassen sich beim Regent auf ein Minimum reduzieren. Die Weine überzeugen durch ihre milde, samtige Art. Die tiefrote Farbe und das an dunkle Waldfrüchte erinnernde Aroma haben ihn innerhalb kurzer Zeit zu einem der Favoriten in unserem Sortiment gemacht.